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Schulpartnerschaft 2017 - 2019 mit Polen, Slovenien, Rumänien und Griechenland

Im zweiten Jahr unseres Erasmus + Projekts „Breaking the Silence“

hatten die Erasmus Schüler die Möglichkeit nach Athen (Griechenland), Bukarest (Rumänien) und Lodz (Polen) zu reisen und dort gemeinsam mit den internationalen Partnerschülern an Workshops zu den Bereichen Malerei, Theater und Tanzen zu besuchen.

Die gemeinsame Zeit in einer internationalen Gruppe hörgeschädigter Schüler aus fünf Nationen stand dabei, neben den Kunstprojekten, im Vordergrund.

Hier berichten einige der Schüler selbst von den Eindrücken, die ihnen in Erinnerung geblieben sind:

Lodz (Polen), 06.05. – 10.05.19

Aliaks: "In der Schule in Lodz benutzen alle Lehrer und alle Schüler die Gebärdensprache, das hat mir am besten gefallen. Im Workshop habe ich viel tanzen gelernt und es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Schade, dass das tolle Erasmus Projekt jetzt zu Ende ist. Das Erlebnis werde ich nie vergessen."

Yannik: "Ich habe viele verschiedene Menschen kennengelernt und in mein Herz geschlossen. Erasmus hat ein neues Kapitel in meinem Leben geöffnet an das ich mich immer wieder erinnern werde."

Levin: "Ich hatte sehr viel Spaß mit den Griechen. Interessant fand ich die Stadtführung in Warschau."

  

Bukarest (Rumänien) 21. - 25.01.19

Katharina: "Ich hatte sehr viel Spaß mit den Austauschschülern. Mir hat es nicht so gut gefallen, dass es nur eine Woche war. Ich finde das gehört nochmal gemacht!"

Lilli: "Der Workshop hat Spaß gemacht, die Stadt anzuschauen war toll und das Essen war richtig gut. Ich werde nie vergessen, dass wir am Ende alle weinen mussten. Ich würde mich freuen noch mal so ein Projekt zu machen und alle mal wieder zu sehen."

Natan: "Das Theaterspielen in Rumänien war sehr lustig. Am besten hat mir gefallen, dass wir zum Berg gelaufen sind. Die Schule war cool, ich hatte sehr viel Spaß mit den anderen Kindern."

Lars: "Ich werde das schöne Schloss und das Theaterspielen in Rumänien nie vergessen. Auf der Altenburg und der Teufelshöhle hat es mir gefallen anderen Kindern die Gebärdensprache zu zeigen. Ich hatte sehr viel Spaß mit der Pantomime."

  

Athen (Griechenland) 08.-12.10.2018

Anna-Lena: "Am besten hat mir gefallen, dass ich die Griechen kennenlernen durfte und die Gebärdensprache fand ich sehr interessant. Das Malen hat mir Spaß gemacht."

Diana: "Die Schüler aus den anderen Ländern waren sehr nett und lustig. Die Kommunikation war schwer, aber wir haben uns trotzdem gut verstanden. In Griechenland war es sehr warm und wir haben im Meer gebadet und sehr viel gesehen."

  

Barbara Ellner-Lehmann


English part see below

03.06. – 09.06.18 Besuch unserer Partnerschule in Ljubljana (Slowenien)

Aufgrund des so erfolgreichen Treffens in Bamberg freuten sich die vier ausgewählten Schüler, die mit Frau Lauermann und Frau Willmerdinger nach Slowenien reisen durften, schon auf die nächste Begegnung mit der internationalen Truppe, um mit den Schülern der vier Partnerländer über die Fotografie das Schweigen zu brechen.

Während der Woche entstanden neben neuen Freundschaften auch viele schöne Fotos. Ausflüge nach Bled und ans Meer standen auf dem Programm und unsere Schüler luden zu gemeinsamen Spieleabenden in ihr Zimmer ein.

Diese Abende waren voll von internationaler Kommunikation, die sich tagsüber fortsetzte. Dieser bunte Sprachenmix in den unterschiedlichsten Sprachen, mit Gebärden, Englisch, der jeweiligen Muttersprache und Händen und Füßen führte im Laufe der Woche zu einem sehr herzlichen Miteinander. Verstanden haben sich am Ende alle.

   

So sahen wir bei beiden Treffen nach wenigen Tagen glückliche und aufgeschlossene Gesichter von Schülern und Lehrern, die sich einander über sämtliche Sprachbarrieren hinweg näherten und in Kontakt traten. Es sind bei beiden Treffen unzählige unvergessliche Momente entstanden.

Danke Europa für diese beiden tollen Wochen!

B. Ellner-Lehmann und T. Lauermann

In der Woche vom 11.03. – 17.03.2018

fand an der Von-Lerchenfeld-Schule die erste Learning, Teaching and Training Activity (LTTA) unseres aktuellen Erasmus+ Projekts „Breaking the Silence“ statt. Dabei trafen erstmalig Schüler und Lehrer aus fünf Nationen zusammen um gemeinsam das Schweigen zu brechen.

An fünf Vormittagen arbeiteten die Schüler aus Polen, Griechenland, Rumänien, Slowenien und Deutschland in zwei verschiedenen Workshops. In einem Workshop gab der gehörlose Künstler Marcus Willam den Kindern einen Einblick in die Gebärdensprachpoesie und in einem zweiten Workshop vermittelte Evelyn Ueding, Lehrerin an der Von-Lerchenfeld-Schule, den Kinder Einblicke in die Fotografie und Filmkunst, sowie das Schneiden von Filmen. Am Ende der Woche waren die Schüler dank der intensiven Arbeit in der Lage, bei der gemeinsamen Abschlussfeier ihre selbst erarbeitete Poesie live auf der Bühne darzustellen, sowie auch den Film zu zeigen, der in gemeinsamer Arbeit in dieser Woche entstanden ist. Aber nicht nur mit Hilfe der Kunst wurde im Laufe der Woche das Schweigen gebrochen. Die Nachmittage und Abende wurden intensiv genutzt, um bei Ausflügen, Spieleabenden, beim Kegeln und beim Klettern verbindende Erlebnisse zu schaffen. Bereits am zweiten Abend sahen wir glückliche und aufgeschlossene Gesichter von Schülern und Lehrern, die sich einander über sämtliche Sprachbarrieren hinweg näherten und im Laufe der Woche immer intensiver und offener miteinander kommunizierten.

Es sind in dieser Woche unzählige unvergessliche Momente entstanden, unsichtbare Grenzen wurden abgebaut, und Europa ist für uns alle ein kleines Stück näher zusammengerückt. Die Schüler haben bemerkt, dass Englisch nicht nur ein Schulfach ist, sondern tatsächlich hilfreich sein kann. Viele neue Gebärden wurden gelernt und die Gebärdensprache wurde nochmals neu entdeckt als Sprache, die zwar von Land zu Land verschieden ist, mit der man jedoch über Ländergrenzen hinweg wesentlich schneller miteinander in Kontakt treten kann, als dies rein über die Lautsprache gelingt.

Danke Europa für diese tolle Woche!

     
     
  

The international “Breaking the Silence”-team had their first LTTA in Bamberg, Germany from March, 12th until March 16th 2018. The pupils and teachers of Von-Lerchenfeld-Schule welcomed 13 pupils and 9 teachers from Poland, Greece, Romania and Slovenia to break the silence with both project work and different social activities.

Every morning the pupils worked in two different workshops. Workshop I was held by the deaf artist Marcus Willam who gave pupils (and interested teachers) an introduction into sign language poetry. During the week they worked out little pieces of poetry that the children performed on stage at the end of the week. Workshop II was held by Evelyn Ueding, teacher at Von-Lerchenfeld-Schule. She gave the pupils an introduction into photography, filming, cutting and editing films. Teachers were also very interested and joined the workshop as often as possible. At the end of the week we could admire a funny, well worked out film!

But silence was not only broken during the workshop times. In the afternoons and evenings the international group had a programme that gave a lot of opportunities for interaction. We saw Bamberg, Nuremberg, Pottenstein, had an interactive games night, went bowling, tasted traditional German food and last but not least had a great farewell party with parents, teachers, pupils and friends of Von-Lerchenfeld-Schule. During this week both pupils and teachers experienced many unforgettable moments, invisible boarders have fallen and for all of us Europe has moved a little bit closer together.

The pupils have learned that English is not only a school subject, but it can be really useful to get in touch! Many new signs have been learned and taught and sign language has been enriched by new aspect – as a language that differs from country to country but that helps to overcome language barriers in a much faster and easier way than any spoken language ever can. Thanks to all in the international teams for making this week unforgettable for pupils and teachers!

Everybody is now looking forward to our next international LTTA in Ljubljana, Slovenia in June 2018.

Bereits in den Schuljahren 2013 bis 2015 hat die Von-Lerchenfeld-Schule an einer EU-finanzierten Schulpartnerschaft namens Comenius teilgenommen. Damals hatten wir als Partnerschulen die Neue Mittelschule in Weißkirchen, Österreich und das Collège François Mitterrand in Noisy-le-Grand, Frankreich. Unser Projekt „United Tastes of Europe“ war sowohl für die teilnehmenden Schüler als auch für die Lehrer ein unvergessliches Erlebnis. Aus diesem Grund entschlossen wir uns im Februar 2017 zu einem erneuten Antrag für eine internationale Schulpartnerschaft, welche inzwischen unter dem neuen Namen Erasmus+ geführt wird.

Im August 2017 wurde unser Antrag für das Projekt „ Breaking the Silence“ angenommen und so wird unsere Schule in den Schuljahren 2017/18 und 2018/19 mit vier weiteren Schulen für Hörgeschädigte kooperieren. Unsere Partnerschulen liegen in Polen (Specjalny Ośrodek Szkolno Wychowawczy no. 4, Łódź), Slovenien (Zavod za Gluche in Naglusne: Ljubljana), Rumänien (Școala Gimnazială Specială pentru Surzi nr. 1, Bukarest) und Griechenland (Special Elementary School for the Deaf & Hard-of-Hearing: Likovrisi-Pefki).

Für die Teilnahme am Projekt „Breaking the Silence“ konnten sich Schüler der Jahrgangsstufen 5-7 bewerben. 14 unserer Schüler nehmen aktiv am Projekt teil und werden jeweils in Dreiergruppen, begleitet von je zwei Lehrkräften, während der beiden Schuljahre zu den Projekttreffen reisen. Die internationalen Projekttreffen finden im Wechsel an einer der teilnehmenden Partnerschulen statt.

Um das „Schweigen zu brechen“ werden die Schüler über Kunst und Gebärdensprache miteinander in Kontakt treten. Bei jedem Projekttreffen wird ein künstlerischer Schwerpunkt gesetzt, der den Schülern von einem gehörlosen Künstler näher gebracht wird: Gebärdensprachpoesie, Film, Fotografie, darstellende Kunst, Pantomime und Tanz.

Ziel des Projektes ist, die Schüler für die internationale Kommunikation und Interaktion zu begeistern, ihnen Einblicke in die Gebärdensprachen und die (Hörgeschädigten-) Kultur der Partnerländer zu vermitteln und die jungen Menschen somit für ein Zusammenleben und eine Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Gemeinschaft zu begeistern.

Für die Lehrer bietet das Projekt die Möglichkeit, sich mit Hörgeschädigtenpädagogen verschiedener Länder über Lern- und Lehrmethoden auszutauschen, voneinander zu lernen und nicht zuletzt die eigenen Kompetenzen und Erfahrungen mittels der vielfältig bei der Projektarbeit eingesetzten Medien zu erweitern. Alle Termine, Fotos, Filme und Berichte zum Projekt siehe unter

http://www.sosw.edu.lodz.pl/moodle/documents.html

Barbara Ellner-Lehmann